Buchvorstellung: Steve Jobs – Die autorisierte Biografie des Apple-Gründers

Hallo zusammen,

ich habe es mit meiner begrenzten Zeit endlich mal geschafft, die von Steve Jobs autorisierte Biografie zu lesen.

Was soll ich sagen: Als Apple-Nutzer und -Fan muss man dieses Buch einfach gelesen haben!

Diese Biografie, verfasst von Walter Isaacson, erstreckt sich wirklich über das gesamte Leben von Steve Jobs. Angefangen bei seiner Adoption (die im weiteren Verlauf des Buches immer wieder eine Rolle spielt), seiner Kindheit, seinen ausgeprägten Sinn für Design, seine zwanghaften Diäten, wie er Steve Wozniak kennenlernt, Apple gründet, usw.

Sie ist aus der Sicht Isaacsons geschrieben, der in diesem Buch als eine Art Erzähler auftritt. In diesem Buch sind sehr viele Zitate von Steve Jobs eingearbeitet Dafür wurde Jobs von Walter Isaacson im Laufe von zwei Jahren mehr als 40 mal interviewt. Zudem gibt es sehr viele kurze Ausschnitte/Zitate von ehemaligen Weggefährten, mit denen Isaacson ebenfalls einige Interviews führte. Sei es Apple-Mitbegründer Steve Wozniak, sein langjähriger Konkurrent Bill Gates,  Michael Dell (von Dell Computer), Kollegen und Angestellte von Apple, NeXT und Pixar.

Dieses Buch zeigt nicht nur die geniale, charismatische Seite Steve Jobs, so wie er im Rampenlicht auf den Keynotes gesehen wurde. Ebenso wird aufgezeigt, wie akribisch er sich auf solche Keynotes vorbereitet hat, wie detailversessen er war. Zudem legte er ein Schwarz-Weiß-Denken an den Tag (entweder das Produkt ist einfach genial oder der größte Mist, der ihm je untergekommen war). Diese Biografie zeigt auf, wie er mit Personen in seinem Arbeitsumfeld und sogar mit seiner Familie umgegangen ist.

Stichwort „Reality Distorsion Field“. Dieser Begriff fällt sehr häufig in dem Buch. Damit ist gemeint, dass Steve Jobs gerne einfach die Realität ausgeblendet hat. Beispielsweise sagt ein Ingenieur, dass bis zur Markteinführung eines Produktes noch ein bestimmtes Zeitfenster benötigt wird und Steve Jobs kürzt einfach mal um zwei/drei Wochen. Das kuriose daran ist, dass er seine Mitarbeiter meistens so dazu bekam, das Produkt eher fertig zu stellen. Das hat er mehr als ein mal geschafft.

Ein weiteres großes Thema ist seine Krebserkrankung. Da kommt einiges ans Tageslicht, die nie in der Presse erwähnt wurden. Da wird unverblümt über seinen Gesundheitszustand geschrieben, ebenso die Transplantation. Auch, wie sich sein Verhältnis in dieser schweren Zeit zu seiner Familie verändert hat.

Fazit:

Wie ich schon oben geschrieben habe, ist dieses Buch eigentlich ein Muss für Apple-Fans und Interessierte. Es zeigt den steinigen Weg von Steve Jobs und Apple an die Position, in der heute Apple noch ist. Ganz oben dabei. Zudem erfährt man ziemlich viel von der persönlichen Seite Steve Jobs, die durchaus interessant ist. Ich habe es genossen, dieses Buch zu lesen. Klar, einige Sachen kannte man einfach schon. Allerdings zeigt dieses Buch wirklich noch einiges mehr, was entweder in anderer Form an die Öffentlichkeit gelangte oder man vorher nicht wirklich gewusst hat (so ging es mir zumindest bei einigen Sachen). Von mir eine absolute Kaufempfehlung.