Buchvorstellung: iWoz – Wie ich den Personal Computer erfand und Apple mitgründete

Heute möchte ich euch mal das Buch von Steve Wozniak vorstellen.

Es trägt den Titel: iWoz – Wie ich den Personal Computer erfand und Apple mitgründete (im englischen Original: iWoz – Computer Geek to Cult Icon. How I invented the personal computer, co-founded Apple, and had fun doing it). Das Buch ist bereits 2006 erschienen. Mir persönlich ist es allerdings erst letztes Jahr in die Hände gefallen. Es ist so das krasse Gegenteil zur autorisierten Biografie über Steve Jobs. Wozniak hat dieses Buch selbst geschrieben, was dem Buch eine ganz andere Note verleiht (die autorisierte Biografie über Jobs wurde ja von Walter Isaacson verfasst und daher aus dessen Sicht über Steve Jobs, gespickt mit einigen Zitaten und Interviews). Ich finde, gerade deshalb macht dieses Buch unheimlich Spaß beim Lesen. Steve Wozniak erzählt seine Sicht der Geschehnisse bis zu Apples Firmengründung in einem lockeren, teils witzigen Stil.

Auch Wozniak schreibt über seine Kindheit. Angefangen bei seiner „Gang“ (den Electronic-Kids), den Cream-Soda-Computer, wie er Steve Jobs kennenlernte und seine Zeit bei HP. Des weiteren erzählt er unverblümt über allerhand Schabernack, den er als Jugendlicher angestellt hat (teilweise unter Mitwirkung von Steve Jobs). Ebenso schreibt über seine Erfindungen wie den Apple I oder den Apple II (bei seinen Erzählungen darüber merkt man auch eine gesunde Portion Stolz). Auch grade seine naive Seite (er erzählt beispielsweise, wie er sich bei der Ausrichtung eines Musikfestivals so dermaßen blauäugig an die Sache ran ging und dabei ein Haufen Geld zum Fenster raus schmiss) kommt hier öfter zum Vorschein, was – wie ich finde – ihn äußert sympathisch macht.

Seine Intension, dieses Buch zu schreiben, war, „einiges klarzustellen“. Seiner Meinung nach war/ist vieles über ihn in diversen Büchern schlichtweg falsch. Aus diesem Grund begann er, Bücher über Apple (und dessen weitere Entwicklung) zu hassen. Mit diesem Buch möchte er daher einiges klarstellen.

Mein Fazit

Wer mehr über den Menschen Steve Wozniak wissen möchte, ist mit diesem Buch meiner Meinung gut bedient. Es ist locker geschrieben und eignet sich daher auch sehr gut als Urlaubslektüre (ich hab es im letzten Urlaub vornehmlich am Pool gelesen – war super). Er räumt mit einigen Sachen, die seine Person betreffen, auf. Trotz allem ist es nicht wie eine Abrechnung geschrieben. Zwischenzeitlich wird es manchmal etwas sehr technisch, da er sich irgendwie ein bisschen in seine Konstruktionen „rein steigert“. Trotz allem eine klare Empfehlung von mir.

Erschienen ist das Buch im Hanser-Verlag (ISBN-13: 978-3-446-40406-9).

Buchvorstellung: Steve Jobs – Die autorisierte Biografie des Apple-Gründers

Hallo zusammen,

ich habe es mit meiner begrenzten Zeit endlich mal geschafft, die von Steve Jobs autorisierte Biografie zu lesen.

Was soll ich sagen: Als Apple-Nutzer und -Fan muss man dieses Buch einfach gelesen haben!

Diese Biografie, verfasst von Walter Isaacson, erstreckt sich wirklich über das gesamte Leben von Steve Jobs. Angefangen bei seiner Adoption (die im weiteren Verlauf des Buches immer wieder eine Rolle spielt), seiner Kindheit, seinen ausgeprägten Sinn für Design, seine zwanghaften Diäten, wie er Steve Wozniak kennenlernt, Apple gründet, usw.

Sie ist aus der Sicht Isaacsons geschrieben, der in diesem Buch als eine Art Erzähler auftritt. In diesem Buch sind sehr viele Zitate von Steve Jobs eingearbeitet Dafür wurde Jobs von Walter Isaacson im Laufe von zwei Jahren mehr als 40 mal interviewt. Zudem gibt es sehr viele kurze Ausschnitte/Zitate von ehemaligen Weggefährten, mit denen Isaacson ebenfalls einige Interviews führte. Sei es Apple-Mitbegründer Steve Wozniak, sein langjähriger Konkurrent Bill Gates,  Michael Dell (von Dell Computer), Kollegen und Angestellte von Apple, NeXT und Pixar.

Dieses Buch zeigt nicht nur die geniale, charismatische Seite Steve Jobs, so wie er im Rampenlicht auf den Keynotes gesehen wurde. Ebenso wird aufgezeigt, wie akribisch er sich auf solche Keynotes vorbereitet hat, wie detailversessen er war. Zudem legte er ein Schwarz-Weiß-Denken an den Tag (entweder das Produkt ist einfach genial oder der größte Mist, der ihm je untergekommen war). Diese Biografie zeigt auf, wie er mit Personen in seinem Arbeitsumfeld und sogar mit seiner Familie umgegangen ist.

Stichwort „Reality Distorsion Field“. Dieser Begriff fällt sehr häufig in dem Buch. Damit ist gemeint, dass Steve Jobs gerne einfach die Realität ausgeblendet hat. Beispielsweise sagt ein Ingenieur, dass bis zur Markteinführung eines Produktes noch ein bestimmtes Zeitfenster benötigt wird und Steve Jobs kürzt einfach mal um zwei/drei Wochen. Das kuriose daran ist, dass er seine Mitarbeiter meistens so dazu bekam, das Produkt eher fertig zu stellen. Das hat er mehr als ein mal geschafft.

Ein weiteres großes Thema ist seine Krebserkrankung. Da kommt einiges ans Tageslicht, die nie in der Presse erwähnt wurden. Da wird unverblümt über seinen Gesundheitszustand geschrieben, ebenso die Transplantation. Auch, wie sich sein Verhältnis in dieser schweren Zeit zu seiner Familie verändert hat.

Fazit:

Wie ich schon oben geschrieben habe, ist dieses Buch eigentlich ein Muss für Apple-Fans und Interessierte. Es zeigt den steinigen Weg von Steve Jobs und Apple an die Position, in der heute Apple noch ist. Ganz oben dabei. Zudem erfährt man ziemlich viel von der persönlichen Seite Steve Jobs, die durchaus interessant ist. Ich habe es genossen, dieses Buch zu lesen. Klar, einige Sachen kannte man einfach schon. Allerdings zeigt dieses Buch wirklich noch einiges mehr, was entweder in anderer Form an die Öffentlichkeit gelangte oder man vorher nicht wirklich gewusst hat (so ging es mir zumindest bei einigen Sachen). Von mir eine absolute Kaufempfehlung.