Back to the Basics…

Ich habe in letzter Zeit gemerkt, dass ich so gut wie gar nicht mehr laufen war. Der letzte größere Lauf war der 2. Wings For Life World Run in München mit 8,6km. Danach folgte lediglich noch ein Lauf im Mai und auch nur einer im Juni. Lange habe ich überlegt, woran es liegt. Letztendlich kann ich sagen, es liegt an meiner GPS-Uhr lag. Bzw. an der Tatsache, dass ich alles versuche zu tracken und dabei nicht wie ein „Looser“ da stehen wollte.
Ich schaute ständig auf die Uhr. Und dann die Gedanken „Oah, echt nur 2km bis jetzt – kam mir schon weiter vor.“ oder „…bevor da nicht mindestens 5km stehen, höre ich nicht auf“. Das hat mich total verrückt gemacht und so einen riesigen Druck auf mich aufgebaut, dass ich total die Lust auf´s Laufen verloren habe.
Durch die Tatsache, dass ich auch in der Facebook-Laufblogger Gruppe drin bin und auch in meiner Twitter-Timeline die absoluten Cracks drin habe, die für Halbmarathons, Marathons, Triathlons oder Trail bzw. Ultra-Runs sehr viel Trainingszeit investieren, hab ich mir auch hier noch zusätzlichen Druck aufgebaut. Aber, es ist einfach nicht meine Welt. Ich habe größten Respekt von den Menschen, mit denen ich mittlerweile über Soziale Medien vernetzt bin – keine Frage! Ich möchte euch auch echt nicht missen. Aber ich bin das nicht. Ich habe – wie ich bereits mehrfach in diesem Blog geschrieben habe – einfach keinen Anspruch, mich für einen Wettkampf zu „quälen“. Daher bin ich mittlerweile zu der Entscheidung gekommen, meine Suunto Ambit2 S zu verkaufen (Also wer Interesse hat… ;-))

Seit ich diese Entscheidung getroffen habe, ist mir eine heftige Last von den Schultern gefallen. Ich schaue jetzt nach vorne. In der Hoffnung, wieder langsam aber sicher wieder den Spaß daran zu finden, einfach nur zu laufen. Des Laufens Willen und nicht des Trackens Willen. Scheiß auf Zeiten, Scheiß auf Distanzen. Einfach Schuhe an und raus – so wie vor drei Jahren, als ich mit dem Laufen angefangen habe. Aus Spaß.

Getreu dem Spruch auf einem meiner Lauf-Shirts, auf dem steht: Run For Fun!

2 Gedanken zu „Back to the Basics…

  1. Ich laufe zwar nicht hauptsächlich sondern fahre Rad, kann dich aber gut verstehen. Früher hatte ich einen Garmin, Brustgurt, iPhone und so. Hab es zwar nicht übertrieben aber schon oft drauf geschaut. Dann habe ich Anfang des Jahres aus Bequemlichkeit nur die Strava-App angeschmissen und dann das Phone im Rucksack verstaut. Beste Idee überhaupt. Ich bin mit mehr Spaß und freier gefahren. Beim Laufen hab ich das iPhone in der Hand in ner Hülle, durch die ich auch nix sehe. Könnte ich nämlich, würde ich mich sofort danach richten und nicht nach Weg, Lust und Vogelgezwitscher.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.